Aktuell

fil à fil II

Suse Itzel und Gesa Lange

Eröffnung: Freitag, 15. November 2019, 19:00
Dauer: 16. November bis 7. Dezember 2019
Do – Sa, 16 – 20 Uhr und nach Vereinbarung

Die Ausstellung fil à fil II stellt eine Fortsetzung der Zusammenarbeit von Suse Itzel und Gesa Lange dar. Ihre Rauminstallation im periscope geht erneut von dem Grundriss des Ausstellungsraumes selbst aus. Auf dem Grat zwischen Konkretisierung und Abstraktion untersuchen die Künstlerinnen den Dimensionsbegriff des Raumes. Vervielfältigt, gespiegelt und ineinander verschoben entsteht aus dem Grundriss ein in Abweichungen immer wiederkehrendes Muster.

In diesen Mustervariationen werden die Merkmale des Raumes abstrahiert und transformiert. Die raumgreifende Installation, die aus dieser Transformation entsteht, ist nicht nur eine Untersuchung, sondern auch eine Erweiterung der räumlichen Dimensionen im periscope.

„Das Bild lässt sich nicht messen. Wenn es die Sprache des Raumes spricht, wechselt es doch immerfort die Größe. Der geringste Wert dehnt es aus, erhebt es, vervielfacht es.“ Bachelard, Gaston (2014 [1957]): Poetik des Raumes.

Die beiden Künstlerinnen Suse Itzel und Gesa Lange waren im Oktober/November im Rahmen des Living:Space:Grant Gäste im Stadt:Atelier im Künstlerhaus. Der Living:Space:Grant ist eine Kooperation zwischen periscope und dem Artist-in-Residence-Programm der Stadt Salzburg. Vergeben wird ein einmonatiges
Projektentwicklungsstipendium, damit verbunden ist eine Präsentations- und Ausstellungsmöglichkeit im periscope:project:space.

periscope, Sterneckstraße 10, 5020 Salzburg

www.stadt-salzburg.at
www.gesalange.de
www.suse-itzel.info

 

 

 

BLUE MATTERS

mit Arbeiten von Gabriele Basch, Fernando de Brito, Gesa Lange  u. a.

Eröffnung: Freitag, den 25. Oktober, 18 Uhr

26. Oktober – 13. November 2019

Mit 10 künstlerischen Positionen zeigen die Galeristinnen Carolyn Heinz, Nanna Preußners und Ruth Sachse in der Gemeinschaftsausstellung „blue matters“ den vielfältigen Umgang mit der Farbe Blau.

Die Farbe Blau, mit der Flächen gefüllt, Konturen gezogen und andere Farben zum Zusammenspiel aufgefordert werden, hat Künstler schon lange fasziniert. Im alten Ägypten etwa war Blau den Herrschern vorbehalten, so sieht man in alten Pyramidenzeichnungen diese Farbe vor allem in Verbindung mit Macht und Königen. Es ist die Farbe, die im Mittelalter für Himmel, Gott und Engel steht. In der Renaissance zerrieb man Lapis-Lazuli-Steine und gewann daraus die Ultramarin-Pigmente. Maria wurde in ein blaues Gewand gehüllt aus der damals schwer zu beschaffenden und kostbaren Farbe.

Blau ist die Farbe, die – als Gegenpart zu Gelb- und Orangetönen – als kalt und in Hinblick auf die Perspektive als Hintergrundfarbe gilt. So avanciert sie zum Symbol für Sehnsucht und Weite: „Je tiefer das Blau wird, desto mehr ruft es den Menschen in das Unendliche, weckt in ihm die Sehnsucht nach Reinem und schließlich Übersinnlichem“, sagte einst der Künstler des „Blauen Reiter“, Wassily Kandinsky. (Text: Nanna Preußners)

 

Galerie Carolyn Heinz

Klosterwall 13
20095 Hamburg
Di – Fr 12 -18 Uhr, Sa 12 – 16 Uhr

 

 

à l’infini

Gabriele Basch und Gesa Lange

Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung

Eröffnung: Freitag, 6. September, 18.00 Uhr

Saisonstart der Galerien im Kontorhausviertel

à l’infini – unendlich…

Unendlich – ein Begriff, der gedanklich nur abstrakt fassbar ist, jedoch sofort Empfindungen evoziert: Grenzenlosigkeit, endlose Ausdehnung, Ewigkeit – zeitlich-räumliche Unbegrenztheit…

In jeweils sehr unterschiedlichen Medien spielen Gabriele Basch und Gesa Lange in ihren Arbeiten mit diesem Gefühl der Unendlichkeit: durch ornamentale Strukturen, Schichtungen und Durchbrüche, durch Prozesse von Schöpfung und Auslöschung, durch eine potentielle Unabgeschlossenheit des Bildes, die auch eine Unabgeschlossenheit des Betrachtungsprozesses nach sich zieht.

Gesa Lange stickt Raster und Linien auf Leinwand und/oder bearbeitet die Leinwände in zahllosen Schichten mit Bleistift und Graphit. Sie schichtet Schraffur über Schraffur, reibt, schmirgelt, kratzt oder wäscht das Entstandene wieder herunter, trägt erneut Material auf, um im nächsten Schritt wieder auszulöschen. Man spürt den Arbeitsprozess von Konstruktion und Zerstörung, von Hervorbringen und Auslöschen geradezu physisch. Eine oftmals unterlegte Rasterstruktur gibt einerseits Halt, verstärkt auf der anderen Seite jedoch das Gefühl der Dekomposition. Wie Sedimente lagern sich die Graphitschichten auf dem Bildgrund ab, werden zu Verdichtungen und ordnen sich langsam zu unergründlichen Strukturen, die Zeit und Raum zu konservieren scheinen. Der Betrachter ist hin- und hergerissen zwischen dem Gefühl von Gestaltwerdung und Auflösung. Die Stickarbeiten hingegen wirken mit ihren klaren (Zeichnungs-) Linien einerseits, den vielen losen Enden und Unregelmäßigkeiten andererseits wie tastende Schritte, mal forscher, mal irrender, stets prozesshaft. 

Die Cutouts von Gabriele Basch entstehen in drei Phasen. Zunächst wird das Papier malerisch in zahlreichen Schichten bearbeitet. Auf die entstandene Malerei reagiert die Künstlerin in einem zweiten Schritt mit dem Cutter. Die malerischen Setzungen werden untergraben oder verstärkt, durch Zerstörung entsteht Neues: unregelmäßige Muster, Raster, ornamentale Strukturen, die einerseits in das Bestehende anarchisch eingreifen, es aber auch organisch ergänzen und zudem den Durchblick auf die Ebene hinter dem Bildgrund freigeben. Indem Gabriele Basch auch die Rückseite der Papiere in einem letzten Schritt farbig fasst, wirft das Licht einen farbigen Schatten auf die rückwärtige Wand. Es öffnet sich dem Betrachter eine weitere, rätselhafte Dimension voller Poesie.

Galerie Carolyn Heinz
Klosterwall 13
20095 Hamburg
Di – Fr 12 -18 Uhr, Sa 12 – 16 Uhr

 

 

 

Neuer Glanz in alten Räumen

32 internationale Künstler und Aussteller zu Gast bei internationaler Kunstausstellung „in situ“

Im Rahmen des 27. Mittelhessischen Kultursommers zeigen 32 internationale Künstler aus 12 europäischen Nationen zeitgenössische Kunst. Der Titel der Ausstellung unter Schirmherrschaft der Hessischen Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Frau Lucia Puttrich ist „in situ“ (lat. (frei) übersetzt „am (richtigen) Ort). Die Orte sind in diesem Fall die beiden benachbarten hessischen Kommunen Hirzenhainund Gedernim nord-östlichen Rhein-Main-Gebiet am Fuße des Vogelsbergs im idyllischen Niddertal gelegen. Die Ausstellung wird am 05.07 feierlich durch den stellvertretenden finnischen Botschafter Herrn Antti Kaski Ph.D. eröffnet und läuft vom 06.-28.07.2019

Idee der Ausstellung ist es leerstehende Räume mit zeitgenössischer Kunst zu erfüllen; Verlassene Orte mit Hilfe von Kunst und Kultur für die Bevölkerung zurückzuerobern. Einer dieser Orte im Dornröschen-Schlaf ist der sogenannte „Duktus“-Bau in Hirzenhain, ein mächtiges Backsteingebäude der abgewanderten Firma Buderus, das wie kein anderes die Silhouette der ganzen Gemeinde Hirzenhainprägt. Dort stehen über 1500 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. „in situ“ bedeutet auch, dass einige der gezeigten Kunstwerke „vor Ort“ entstehen. So wird zum Beispiel der estnisch/finnische Künstler Villu Jaanisoo, Professor für Bildhauerei an der Academy of Fine Arts of the University of the Arts, Helsinkiim Kunstgussmuseum,Hirzenhainein neues Kunstwerk gießen und damit symbolträchtig an die lange Tradition des Kunstgusses in Hirzenhainanknüpfen.

Folgende Künstler, Künstlergruppen und Institutionen stellen bei „in situ“ aus: Jörg Baier (D/B), Kenneth Bamberg(Åland/FIN), Heike Kati Barath (D), Gabriele Basch (D), Geeske Bijker (NL/D), Birgir Snaebjorn Birgisson (IS), CAC Bukovje (SLO) & PEKTIN a.k.a . und andere (internationale Künstlergruppe), Corinne Chotycki (F/BE), Andrea Damp(D), Laurence Elliott (UK), Helgi Thorgils Fridjonsson (IS), Reima Hirvonen (FIN), Franziska Hünig (D), Villu Jaanisoo (EST/FIN), Behrang Karimi (Iran/D), Michael Kirkham (UK/D), Merja Kokkonen / „Islaja“ (FIN/D), Jukka Korkeila (FIN/D), Gesa Lange (D), Ville Löppönen (FIN), Jenni Luhta (FIN), Max C. Precht (D), Landys Roimola (CO/FIN), Thomas Schroeren (D), Kim Somervuori (FIN), Christian Dumitru Stefanovici (RO/D), Mari Sunna (FIN), Ehrengast: Ilkka-Juhani Takalo-Eskola (FIN), Berit Talpsepp-Jaanisoo (EST/FIN), Jaan Toomik (EST), Marianna Uutinen (FIN/D), Vienna International Apartment: Walt Van Beek (BE) & Silvio Salgado (PT/FIN/DE)

Die Ausstellungen im „Duktus“-Bau, dem Kunstgussmuseum, beide in 63697 Hirzenhainund dem Gewölbekeller im „Alten Rentamt“, 63688 Gedern sind an den Wochenenden in der Zeit vom 06.-28.07.2019 geöffnet. Öffungszeiten: Fr. 18 – 20 Uhr Sa./So. 12 – 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Dazu gibt es ein Rahmenprogramm mit Konzerten, einem Gottedienst und Workshops für Kinder.

Informationen dazu unter www.hirzenhain.de